Anspruch und Wirklichkeit
24. January 2008 von -buck
Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass es so schwer sein würde, wieder unbeschwert zu schreiben. Ich kämpfe mit meinem eigenen Anspruch. Ich will ja nicht nur etwas aufschreiben, ich möchte ja etwas aussagen. Seit Wochen, ach, was sag’ ich, seit Monaten sitze ich mir sozusagen selbst im Weg. Meine eigenen Ansprüche an meine Beiträge sind derart hoch, dass ich letztlich gar nichts veröffentliche.
Aktuell sollen sie sein, möglichst witzig, ausgefallen, einzigartig, interessant… In einem Jahr ein Beitrag bei ‘mindestens haltbar’, in drei Jahren den Grimme-Online- und in fünf Jahren den Pulitzer-Preis. Also mindestens.
Und so fange ich an, verwerfe, redigiere, streiche, ergänze, schreibe um und gebe letztlich entnervt auf. Die Wirklichkeit kann mit dem Anspruch einfach nicht mithalten; die Klippe, die vor mir liegt, scheint nahezu unüberwindlich. Aber so kann das ja nun auch nicht weitergehen. Also werde ich alle Ansprüche über Bord werfen, ausser einem einzigen: ich will wieder regelmäßiger schreiben.
Bitte zwickt mich, wenn es zu schlimm wird, okay? ;)
