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Songs about socks?

I dreamt tonight. I don’t recall what exactly I dreamt of, but I awoke with a nagging question in my head: There are song lyrics about almost everything. About such philosophical concepts as the big love to suchprofane things as coffee.

I can not, however, think of anysong that mentions socks - neither in title nor as a single line in the lyrics. Can that be? Has no artist or songwriter ever dealt with socks at all?

socken

Please help me. I’m looking for the best song that mentions socks. It doesn’t matter if the title contains the word socks, or if socks are just accidently mentioned somewhere in a line, and it doesn’t matter what language the song is in. Please reply in the comments here or via Twitter @jsteenbuck, and please send me links to corresponding material. I’ll post the results here in the Blog and let you know…

Suchbild

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Okay, es ist schon ein paar Tage her, dass wir auf dem Frühlings-Jahrmarkt waren. Ich habe das Bild gerade erst auf dem Handy wiedergefunden, und ich möchte Euch natürlich teilhaben lassen. Lasst uns mal die… äh… Seltsamkeiten dieses Bildes finden:

erschreckungstechnologie

Nein, ich meine nicht die Sonderlackierung des Fahrzeuges in Schnodder-Gelb nichtglänzend - so eine Farbe *kann* kein Fahrzeughersteller serienmässig anbieten, oder? Nein, lassen wir erst einmal den Gesamteindruck wirken.

“Erschreckungstechnologie”, steht da. Eine interessante Wortschöpfung; und um eine solche handelt es sich unbestreitbar, denn Google findet exakt einen Treffer, der sich auf genau diesen Schausteller-Betrieb bezieht. Früher hieß das bei uns einfach ‘Geisterbahn’, zwischenzeitlich vielleicht noch pseudo-modern anglisiert ‘Ghost Train’ oder ‘Haunted House’, oder aber - Allgemeinbildung und Weltoffenheit beweisend - ‘Van Helsing’ oder ‘Psycho’.

Natürlich kommt ein Betrieb, der mit so viel Kreativität gesegnet ist, auch nicht einfach aus irgendeinem kleinen Kaff in Dithmarschen oder Nordfriesland. Solch kreative Menschen gibt es natürlich nur in einer echten Metropole, in Berlin. Um das ganze ein bißchen abzumildern, gibt man dann zähneknirschend zu: Holstein - Berlin. Ob es sich dabei um einen unentdecketen Ort namens Berlin in Holstein handelt oder den verschollen geglaubten Berliner Stadtteil Holstein, bleibt uns verborgen. Alternativ könnte es sich natütlich auch um eine dieser Aufzählungen handeln, wie die ganz großen Modelabel sie verwenden: “Paris - Mailand - Rio - New York” heißt es da, und beim Rico heßt es eben “Holstein - Berlin”. Nicht ganz so beeindruckend, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Und last but not least beweisen Rico Rasch und seine Söhne, dass sie ihr Geschäft auch beherrschen. Denn jeder Schriftsetzer, Mediengestalter, Typograph, interessierter Laie oder auch nur Ästhet wird sich schaudernd, wenn nicht gar schreiend, aber in jedem Fall erschreckt abwenden, wenn er das als ‘und’-Zeichen mißbrauchte Eszet (ß) sieht. Und das ganz ohne jede Technologie.

Father’s Day

Not too long ago, we made fun of parents. People who did not hesitate (or lament, for that matter) to pin strange and unrecognizable color schemes to prominent places in their house - the fridge door, in this connection, is a rather hidden place! Or who proudly presented an unglased lump of clay with frightening excrescences and a hardly noteable dimple in the middle [1] as an ashtray their offspring made, despite the fact that they didn’t smoke at all and never had. These things then stood in the middle of the living room table, singled out by a bright spotlight.

Now, I’m father of a daughter of exactly 2 years, 8 months and 21 days, and I’m unspeakably proud of my little girl and everything she does and creates. Today, for daddy-day, I got two mugs she painted herself - one for at home and one for the office. And because the internet beats the pants off every fridge door and every well-lit living room table when it comes to presenting such works of art to a broader audience, with fatherly pride I present:

090521_becher01

for use at home...

090521_becher02

for use in the office...

And since proud parents are not only proud of the works of their children, but also and not less of the children themselves, here are two shots from the work in progress:
090521_kuenstlerin01

090521_kuenstlerin02
—–
[1] Well… approximately.

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Es ist mal wieder so weit. Der Eurovision Song Contest 2009 findet heute abend in Moskau statt. Und es kam für mich ziemlich überraschend… ich hatte nichts von dem deutschen Vorentscheid mitbekommen. Wie auch - es gab in diesem Jahr keinen. Der deutsche Teilnehmer wurde von Experten ausgewählt und ist dann gleich auf Europatour gegangen, um schon mal für den Song zu trommeln.

Auch von den ganzen Regeländerungen erfuhr ich erst, als ich hektisch nach Infos suchte. So wird es in diesem Jahr erstmals wieder in allen Ländern eine Expertenjury geben, die zusätzlich zu den offenen Telefonvotings der Zuschauer ihre Wertung abgibt. Beide Wertungen werden zusammengelegt und fließen zu gleichen Teilen in die Gesamtwertung ein, die dann nach Moskau übermittelt wird.

Ob das allerdings das große Problem der letzten Jahre verhindern kann, wo man sich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass sich Nachbarländer und befreundete Staaten insbesondere des eher östlichen Eurovisions-Raumes die Punkte gegenseitig zugeschoben haben…

Mal sehen was es dieses Jahr wird. Ich gestehe, ich habe noch keinen einzigen Song vorher gehört, nicht einmal den deutschen Beitrag bewußt und vollständig. Ich bin also völlig unvoreingenommen…

(Edit am 17. Mai: ich habe in Klammern die Plazierung der jeweiligen Teilnehmer nach der Endauswertung hinzugefügt.)

01. Litauen (23)
Ohje. Freddie Mercury trifft Elton John im Körper eines Dandys, und beide fühlen sich darin offensichtlich sehr unwohl. Sie quälen sich und schreien, leiden, weinen. Die TFDW© schaltet um, weil sie es nicht erträgt - ich kann sie verstehen.

02. Israel (16)
“There Must Be Another Way”. Ein politischer Auftritt? Das würde die Mittelmäßigkeit auch nicht wirklich rausreissen… Die Damen sehen aus wie Mutter und Tochter Addams und singen auch so.

03. Frankreich (08)
Madame Rachenkatharr, Patricia Kaas. Die Grande Nation besinnt sich auf ihre Wurzeln, den großen Chanson mit den großen Gefühlen, gesungen von großen Frauen. Na, zumindest kommt sie ohne schmückendes (ablenkendes) Beiwerk aus. Klingt wie ein vertontes französisches Filmdrama - und die mag ich auch nicht.

04. Schweden (21)
Die Schweden sind ja irgendwie seit ABBA *immer* große Mitfavoriten. Man weiß es nicht - stellt das Kostüm der Dame nun eine Klobürste dar, ist sie ein schon stark mitgenommener Swiffer oder versuchen einige Tribbles, an ihr hochzuklettern? Wenn letzteres, dann versucht die Dame gerade erfolgreich, sie mit Ultraschall-Gequieke zu vertreiben…

05. Kroatien (18)
Drakula und seine Bräute - hätte ich eher aus Rumänien erwartet, aber die Grenzen sind auf dem Balkan ja sowieso eher fließend. Der Song kommt mit total bekannt vor - ich glaube, der seiherte auch aus den Lautsprechern, als ich das letzte Mal bei Bosko einen Zigeunerspieß verdrückt habe. Geht nur mir das so, oder klingt das IMMER alles gleich?

06. Portugal (15)
Karneval do Portugal. Niedlich. Ein nettes, fülliges Mädel und ihre Freunde verbreiten verordnete Fröhlichkeit. 42 Mal dabei, hat Portugal noch nie gewonnen. Und das wird auch diesmal nix, sorry. Schickt nächstes Mal einfach Nelly Furtado.

07. Island (02)
Süß! Die sieht aus wie die Barbie, der meine Oma ein Kleidchen gestrickt hatte und die wir dann auf der Hutablage hinten im Auto stehen hatten - in einer Klopapierrolle. Aber sie hat ein hübsches Gesicht und eine ziemlich beeindruckend volle Stimme. Das Lied finde ich persönlich gar nicht mal so schlecht; eine seichte Pop-Ballade.

08. Griechenland (07)
Der griechische Robbie Williams… ach je. Bloß viel älter. Mit zu enger Hose und zu kurzem T-Shirt. Und die Choreographie sieht aus wie zweite Stunde TV-Dancing mit Detlef ‘D’ Soost. Der Song soll ein Party-Kracher sein (oder werden)? Dann mache ich im Sommer keinen Urlaub in Griechenland, sonst muss man womöglich damit rechnen, dass das in das Abend-Animationsprogramm im Hotel aufgenommen wird. «schauder»

09. Armenien (10)
Ethno-Party mit den blauen Derwischinnen aus Armenien. Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, bis ich verstanden habe, dass das tatsächlich Englisch sein soll, was die da gesungen haben. Oder doch nicht??

10. Russland (11)
Eine füllige russische-ukrainische Version von Heintje schmettert Mama in eben jenen Sprachen. Nur nicht halb so anrührend, nicht halb so gut (und ich verrate Euch lieber nicht, was ich von Heintje halte!), dafür doppelt so laut. In Kombination mit dem verstörenden Morphing-Bühnenbild im Hintergrund eher verschreckend. Aber das Publikum vor Ort findet’s total schön. Naja…

11. Aserbaidschan (das schreibt man tatsächlich so!) (03)
Wow. Das Mädel ist eine Augenweide. Aber warum muß sie mit dem großen Bruder von Bernhard Hoecker singen? Das findet die Bildregie wohl auch, denn zum Glück ist er kaum im Bild. Der Song klingt zur Abwechslung tatsächlich mal ganz flott.

12. Bosnien-Herzegowina (09)
Ah, kleine weiße Zinnsoldaten bedauern den Tod ihrer Großmutter. Heroische Gesten und die Frisur in memorian Daniel Schumacher. Klingt alles sehr angestrengt und absolut un-eingängig.

13. Moldavien (14)
Piroschka ruft die Gläubigen zum Gebet, und im Hintergrund tanzen die vier Enkel von Arpad, dem Zigeuner. Funkenmariechen, da könnt ihr noch was lernen! Immerhin ist da mal Schwung und Stimmung auf der Bühne.

14. Malta (22)
Sieht ein bißchen aus wie Irland, aber dafür klingt der Song nicht deprimiert genug. Unspektakuläre Bühnenshow (also eigentlich gar keine) - braucht sie auch nicht, das Lied klingt hymnisch, die Stimme ist gut. Gefällt mir.

15. Estland (06)
Schon wieder nichtssagender baltischer Ethnopop. Ach menno, mir fällt nicht mal was sarkastisches ein, was ich jetzt sagen könnte. Ausser vielleicht, dass ich die Cellos der Damen vielleicht ein ganz klein wenig beneidet habe. ;-)

16. Dänemark (13)
Ich mag unsere nördlichen Nachbarn wirklich gern. Aber das war gar nichts! Aber das Beste an dem Auftritt waren die Pyro-Effekte. Die sahen besser aus, und die hätten vermutlich auch besser geklungen, wenn die komische Musik sie nicht übertönt hätte.

17. Deutschland (20)
Was soll ich sagen? Der Song ist gar nicht so schlecht, finde ich. Und Retro-Swing ist ja auch in. Aber wenn man schon Ditta von Teese auf die Bühne stellen muss, damit man sicher ist, dass sich die Leute an einen erinnern… Aber dafür hätte bestimmt auch die Hose von Oscar gereicht.

18. Türkei (04)
Sex sells, weiß auch die Türkei. Viel Haut, wenig Stimme. Türkische Folk-Melodie mit englischem Text - hat das die letzten 15x funktioniert? Nein. Also.

19. Albanien (17)
Ich war abgelenkt und habe nichts von dem Song mitbekommen. Das sagt ja schon so einiges. Hm. Die Background-Tänzer von Katja Ebsteins ‘Theater’ aus dem Jahre 1980 treffen auf Fantomas, aber die Künstlerin sieht ganz nett aus.

20. Norwegen (01)
Schnuckeliger Typ, sagt die TFDW©. Der Song erinnert mich auch schon wieder irgendwie an ‘Theater’ von Katja Ebstein. Schön fiedeln kann er, aber nach dem Top-Favoriten sah mir das nicht aus. Aber was weiß ich denn…

21. Ukraine (12)
Was soll das denn sein??? Caligula meets Auntie Entity (Mad Max III)? Revidiere meine Meinung von oben - Sex sells eben doch nicht immer. Wenn der Song kein Fundament bietet, ist die schönste Bühnenshow eben nur hohl und inhaltsleer. Aber wahrscheinlich werden die Osteuropäer das wieder ganz großartig finden und mit Punkten überschütten - mark my words.

22. Rumänien (19)
Guck mal - kein Ethno, kein Dracula, keine jammerige Ballade über verschollene Väter, sterbende Mütter und Lämmchen, die in den Karpaten verloren gehen. Nicht dass ich das jetzt sonderlich gut fand - aber man ist ja schon froh, wenn es mal *anders* ist.

23. Großbritannien (05)
Britain’s got talent - wir haben Paul Potts gesehen, wir durften Susan Boyle kennen lernen. Wir fragen uns, warum die Briten den Eurovision Song Contest nicht in Reihe gewinnen. Und dann sehen wir, was die Inselbewohner dieses Jahr zum Wettbewerb geschickt haben, und wir wissen es wieder. Nette Lady, netter Song, aber letztendlich wohl ebenso bedeutungs- wie chancenlos.

24. Finnland (25)
Hey, kein Heavy Metal. Die Truppe erinnert mich ein bisschen an Boney M. in hellhäutig. Also nicht so gut jetzt, aber genauso alt wie Boney M. heute. Gesanglich flach, der Song bestenfalls langweilig, und die beste Performance hat das brennende Metallfass hingelegt.

25. Spanien (24)
GNTM 2008, die Jenny, singt für Spanien? Wow. Und die Tanzgarde übt ein bisschen Tai-Chi. Dazu englische Schüttelreime - ich glaube, wer ‘take’ und ’shake’ in einem Refrain reimt, der bekommt nur sehr schwer eine Einreiseerlaubnis in die USA und nur sehr wenig Punkte beim ESC. Temperamentvoll? Vielleicht. Gut? Weit davon entfernt!

So, das waren dann schon alle Teilnehmer des Finales. Und zwei Kosmonauten freuen sich, dass sie so weit weg sind und nur jetzt einmal kurz den Startschuss zum Voting geben müssen.

Was sind meine Tipps? Hm… Griechenland und Norwegen waren massentauglich, mir persönlich gefielen Malta und Island. Russland, die Ukraine und Rumänien könnten einen großen Fankreis im Osten Europas ansprechen. Deutschland schafft es mit Glück in die Top 10.

Das Voting
Oh weia. Norwegen geht spektakulär in Führung. Der sah zwar ganz niedlich aus, aber der hat die Töne doch völlig verhauen. Aber hey, Daniel Schumacher ist ja auch der deutsche Superstar 2009 geworden…
Und die Europäer sehen das offensichtlich genau so: man muss in erster Linie ganz niedlich aussehen; Gesangsqualitäten sind zweitrangig. Und ja, der Titel hätte auch gut aus der Feder von Dieter Bohlen stammen können.

Was mich versöhnt - ich habe mit meinem Geschmack gar nicht so falsch gelegen - immerhin ist Island auf Platz 2. Den 20sten Platz für den deutschen Beitrag… naja, vielleicht war die Idee mit Titta dann doch nicht so genial.

Fazit
Um in Deutschland Superstar zu werden und im Großreich der Eurovision den Song Contest zu gewinnen reicht es nicht, eine leidlich gute Stimme zu haben - man muss mit dieser Stimme auch schlecht umgehen können. Dafür sollte man aber niedlich aussehen.

Nicht ethnisches Zugehörigkeitsgefühl und nachbarschaftliche Verbundenheit haben in diesem Jahr über den Erfolg entschieden, sondern in erster Linie die Fähigkeit, weibliche Zuschauerinnen einer möglichst breiten Altersklasse zum Anrufen zu bewegen.

Und noch eine Parallele zwischen DSDS und ESC 2009 kann ich entdecken: ich glaube, dass weder Daniel Schumacher noch Alexander Rybak sich lange in den Charts oder auch nur den Köpfen der Leute werden halten können. Nicht einmal die jeweiligen Siegertitel haben meines Erachtens nach internationale Hitqualitäten. Zum einen Auge rein, zum anderen Ohr wieder raus. Und ich würde das nicht einmal bedauern.

Hach, süße Jugend…

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Filmplakat 'Ivanhoe'

Auf WDR3 läuft gerade ‘Ivanhoe’. Ich fand es zufällig beim ziellosen Herumzappen, während ich darauf warte, dass die TTDW© aus dem Mittagsschlaf [1] erwacht.

Beste Wochenend-Nachmittags-Unterhaltung! Ich erinnere mich an Gelegenheiten in meiner Jugend, wo ich auch am Nachmittag solche Filmschinken gesehen habe. Ivanhoe, El Cid, Robin Hood, aber gerne auch Lederstrumpf, Winnetou I - III oder Rio Bravo [2]. Und sobald der Abspann lief, bin ich in den Garten gelaufen und habe mir den nächstbesten Ast geschnappt. Dieser wurde dann je nach vorher gesehenem Genre zum Schwert, zum Bogen, zur Silberbüchse oder zur Winchester.

Und dann fielen reihenweise Sträucher und Bäume meinen unbarmherzigen Schwertstreichen zum Opfer, aus der sicheren Deckung der Himbeerbüsche heraus wurde der Nachbarshund mit virtuellen (!!) Pfeilen eingedeckt und ganze Horden imaginärer Angreifer wurden durch den Einsatz der berühmten Feuerwaffen schon am Gartentor zurückgeschlagen.

Ich guck jetzt lieber nicht weiter, sonst werde ich wehmütig. Oder ich renne gleich raus in den Garten und…

———-

[1] Natürlich musste sie mit sanfter Gewalt ins Bett bugsiert werden, weil sie ja ‘gar nicht müde!’ war. Und nach 5 Minuten war Ruhe. War ja klar. ;)

[2] John Wayne. Aber das wußtet Ihr, oder?

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SparschälerEines der letzten Geheimnisse der Menschheit betrifft das Verschwinden von Socken. Jeder hat das bereits erlebt - nicht immer, zugegeben, aber doch mit bedenklicher Regelmäßigkeit verschwinden Socken in der Waschmaschine. Man gibt drei Paar, also sechs einzelne Socken, in die Wäsche, nach Abschluß dieser Prozedur ist eine von diesen sechs Socken verschwunden. Auf welcher Station des Weges vom Schmutzwäsche-Korb bis zur Rückkehr in die designierte Sockenschublade die Socke abhanden kommt, läßt sich nie feststellen; Tatsache bleibt, dass einzelne Exemplare dieser Gattung immer wieder verschwinden.

Der gemeine Sparschäler, auch ‘Gemüseschäler’, ‘Handschäler’ oder schlicht ‘Abschäl-Dingens’ genannt, ist sozusagen die Socke unter den Besteckteilen. Immer wieder passiert es, dass einzelne Sparschäler auf dem Weg aus der Besteckschublade über die Arbeitsplatte und den Geschirrspüler und zurück verschwinden. Dort, wo er gestern noch war, ist er heute nicht mehr; Reste irgendwo in der Küche klebender hauchdünner Streifen von Möhren- oder Gurkenschale beweisen, dass es ihn gegeben haben muss, aber das macht das Verschwinden nur schmerzlicher, weil offenkundiger.

Der Sparschäler ist weg, endgültig. Ein neuer muss her, aber das ist nicht so einfach. Niemand denkt beim Einkaufen daran, einen Sparschäler mitzunehmen. Man geht nicht gezielt in ein Geschäft, um einen Sparschäler zu kaufen. Ich glaube, man könnte bei W. M. F. einen Sparschäler kaufen, aber das machen nur Snobs. Normale Menschen kaufen ihren Sparschäler von diesem großen Bord am Kopf des Regales, an dem all die Fackelmann-Sachen hängen. Das Problem dabei ist natürlich, das man dieses Regal normalerweise beim einkaufen immer ignoriert. Fazit ist also meist, dass man vom einkaufen nach Hause kommt, einen vertrockneten dünnen Streifen Gurkenschale findet und sich daran erinnert, dass man den Sparschäler vergessen hat.

Eines Tages dann braucht man unbedingt diese bunten Piekser aus Plastik, mit denen Mutti damals auf Partys immer diese Käsehäppchen mit Weintrauben zauberte, oder man benötigt dringend ein Einzieh-Gummiband für die Feinripp-Unterhose, man braucht dringend Zahnstocher, ein Teeei oder so einen Anstichapparat für Frühstückseier. Diese Dinge - und natürlich Sparschäler - findet man an der Fackelmann-Wand. Und so kommt man glücklich mit Feinrippunterhosengummiband und einem neuen Sparschäler nach Hause. Tage-, ja manchmal sogar wochenlang liegt der Sparschäler dann auf der Arbeitsplatte, stets in der Nähe des Biomüll-Eimers und schält Kartoffeln, Gurken, Karotten, Zucchini oder Spargel (und gelegentlich vielleicht auch mal eine Fingerkuppe).

Das ist übrigens auch so ein Phänomen im Zusammenhang mit Sparschälern: Sie scheinen sich nicht mit anderen Besteckteilen zu vertragen. Sparschäler scheinen einen geradezu unzähmbaren Drang zu haben, aus der Besteckschublade zu entkommen. Immer wenn man meint, man hätte den Sparschäler an seinen Platz in sein Fach gelegt, stellt man nur wenig später fest, dass er sich von dort davongemacht und zurück auf die Arbeitsplatte geklettert ist. Das ist wahrscheinlich auch die Begründung für ihr letztendliches Verschwinden: die Freiheitsliebe von Sparschälern ist derart groß, dass sie zuerst aus der Besteckschublade, dann von der Arbeitsplatte, aus der Küche und aus dem Haus entkommen.

Und so passiert es dann, dass die Tollste Freundin der Welt© in die Küche kommt, den frisch geleerten Biomülleimer in der Hand, und sie auf die Frage “Du sag mal, wo ist eigentlich der Sparschäler?” auch nur antworten kann “Oh, ist schon wieder einer entkommen?”

Nur für Insider…

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Mist. Da zahlt man viel Geld dafür, dass der Regisseur den Firmennamen in das gelungene Werbevideo eines anderen Kunden schmuggelt, und dann vergessen die Idioten ein “C”… ;-)

(aus dem neuen VISA-Werbespot…)

Sabbeln statt tippen

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Ich habe ihr nie gelernt, im 10-Finger-System zu schreiben. Nein, das ist falsch - ich habe es einmal in der Volkshochschule gelernt, aber nie wirklich angewendet, und manche Dinge, die man nicht übt, verlernt man wieder [1]. Das ist nicht so tragisch, wenn ich genau weiß, was ich schreiben soll. In diesem Fall bin ich mit meinem Zweieinhalb-Finger-Suchsystem dank der vielen Übung leidlich schnell. Wenn ich aber formulieren und tippen soll, wird es offensichtlich sehr schwierig.

Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, dass ich Arbeiten, die die Erstellung längerer Texte beinhalteten,immer wieder vor mir her schob. Wenn ich längere E-Mails zu schreiben hatte, habe ich einen Vormittag ja manchmal sogar einen ganzen Tag daran gesessen. Das lag sicherlich zum einen daran, dass es häufig um sehr feine Nuancen in der Formulierung geht, aber zum anderen auch ganz sicher daran, dass ich nicht vernünftig schnell tippen kann.

Gestern Abend nun beobachtete ich in dieser komischen Abendserie auf R. T. L., wie eine der Figuren geradezu mühelos einen Text in einen Computer diktierte. Ich erinnerte mich daran, dass ich vor langer Zeit einmal ein Softwarepaket zum Testen bekommen hatte, nämlich WordPerfect inklusive Dragon NaturallySpeaking. Dummerweise die englische Version, aber hey, ich spreche ziemlich gut Englisch, und zum Ausprobieren reicht das alle Mal.

Ich erinnere mich noch, wie ich damals die Packung euphorisch aufriss, das Programmpaket installierte und mich mit Feuereifer daran machte, Dragon meinen Sprechstil beizubringen. Das allerdings erwies sich als etwas tückisch. Das Lernprogramm präsentierte mir Seite um Seite des Buches “Alice im Wunderland”, und meine damalige Freundin war ebenso verwundert wie pikiert [2], mich dabei zu erwischen, wie ich meinem Computer vier Stunden lang auf Englisch aus einem Kinderbuch vorlas.

Das Problem an der ganzen Spracherkennungstrainingsgeschichte ist ja, dass die Texte exakt vorgelesen werden müssen. Wie schnell passiert es, dass man mal ein Wort vergisst, dass man zwei Worte in der falschen Reihenfolge vorliest, dass man Worte nicht richtig liest - umso mehr in einer Fremdsprache. Ich verhaspelte mich andauernd, musste die Seiten natürlich von vorn beginnen, wurde müde und machte mehr Fehler, wurde wütend und machte noch mehr Fehler. Und wenn ich dann einmal eine Seite zu Ende und richtig gelesen hatte, musste die Software die Ergebnisse verarbeiten, und bei der damaligen Hardware dauerte das Stunden (gefühlt).

Irgendwann gab ich entnervt auf, hoffte, dass das bisher Geleistete genügen würde und versuchte, ernsthaft Texte zu diktieren. Natürlich geschah was zu erwarten war: es funktionierte nicht. Kein Stück. Die Erkennungsquote war katastrophal, die Verarbeitungsgeschwindigkeit nicht auszuhalten. Also biss ich in den sauren Apfel, wartete, bis meine Freundin aus dem Haus war [3] und versuchte erneut, das Trainingsprogramm von Dragon NaturallySpeaking erfolgreich zu bewältigen. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ist letztlich gedauert hat, aber irgendwann hatte ich es geschafft. Alle Trainingslektionen waren grün markiert und die Software teilte mir stolz mit, dass sie es nach mehreren Stunden Rechenzeit geschafft hätte, ein Sprachprofil für mich anzulegen. Ich könne jetzt damit beginnen, dem Computer Texte zu diktieren.

Der langen Rede kurzer Sinn: auch nach erfolgreich absolvierten Trainingseinheiten war die Spracheingabe in den Computer eine einzige Katastrophe. Es mag an der Software gelegen haben, es mag an der Hardware gelegen haben, es mag an mir gelegen haben [4] - fest steht, dass es nicht funktioniert hat. War auch nicht ganz so schlimm, schließlich musste ich zu dieser Zeit keine langen Texte tippen. Diese Tatsache hat mich natürlich leider auch nicht motiviert, das 10-Finger-System (wieder) zu erlernen. Ich legte das Thema Spracherkennungssoftware zu den Akten und hatte es völlig vergessen - wie gesagt bis zu dieser komischen Serie.

Ich machte mich also sofort auf die Suche, las Testberichte im Internet und verglich Produktfeature und Produktpreise. Es gibt offensichtlich nur drei Programme auf dem Markt, die wirklich nennenswert sind: Voice Pro 11 von Linguatec, Dragon NaturallySpeaking 9 von Nuance und Via Voice 10.5 von IBM. Allerdings: bei Via Voice steht ‘Nuance IBM Via Voice’, und bei Linguatec’s Voice Pro steht an einigen Stellen auch zu lesen, dass es ‘auf Via Voice basiert’. Alles scheint da irgendwie zusammen zu hängen… Trotzdem hat sich für mich aufgrund verschiedener Tests und Rezensionen Dragon Naturally Speaking als Favorit herauskristalisiert. Erleichtert wurde mir die Entscheidung, da ich zufällig auch noch eine Firma kenne, die Dragon NaturallySpeaking einsetzt und von denen ich mir heute morgen unkompliziert ein Laptop leihen konnte, auf dem das Programm installiert ist. Schnell noch mein altes und sehr einfaches [5] Headset angeschlossen und installiert - und dann Dragon NaturallySpeaking 9.5 geöffnet.

Benutzerprofil anlegen. Ich hatte es ja schon erwartet. Und dann: bitte das Programm trainieren. Oh je. Na gut, denke ich, Augen zu und durch. Wie schlimm kann es schon werden - diesmal habe ich ja wenigstens die deutsche Version. Und dann folgten ca. 25 Minuten Spracherkennungssoftware-und-Mensch-Abstimmung mit kurzen, einfachen Texten; dann noch ein paar Hands-On-Lektionen, um sich mit den Grundbegriffen der Bedienung vertraut zu machen. Zusammen vielleicht 40 - 45 Minuten, dann meldet Dragon NaturallySpeaking Vollzug.

Ja, ja - das hatten wir ja schon einmal. Angeblich ist alles gut, und wenn man es dann ernsthaft versucht, stellt sich heraus, dass doch wieder nichts klappt. Obwohl - bei den Selbst- und Nachmachübungen war ich von der Leichtigkeit und von den Ergebnissen schon sehr begeistert. Also frisch ans Werk - womit zuerst? Oh, da kommt eine Nachricht über Jabber in Pidgin an. Mal sehen… Cursor im Eingabefeld positioniert und beherzt losdiktiert. Und voilá  - es geht! Auf Anhieb steht der Satz richtig da, ohne irgendeinen Fehler. Okay, es waren keine komplizierten Worte drin: “Ja, vielen Dank, es wäre toll, wenn Du das noch erledigen könntest!” ist weder besonders poetisch noch Pulitzerpreis-verdächtig. Aber trotzdem: in Pidgin, auf Anhieb fehlerfrei. Ich bin begeistert.

Word - ah, okay, Word hat eine spezielle Unterstützung für die Spracherkennung; ich weiß zwar nichts Genaues, aber wenn man das Dokument speichert, fragt Word extra nach, ob man das Diktat auch speichern möchte. auf jeden Fall funktioniert das Schreiben von Texten schnell und reibungslos. Einfach großartig! OpenOffice Writer verhält sich ebenso unkompliziert. PSPad klappt auch sofort. Thunderbird: “Antworten!” öffnet sofort ein Antwortfenster für die E-Mail, die ich gerade ansehe - der Antworttext ist natürlich auch blitzschnell diktiert. Und last but not least habe ich diesen Text, mit über 1000 Worten, auch mit Dragon NaturallySpeaking “geschrieben”.

Ich habe heute ein Angebot, einen Brief und zwei längere E-Mails mit Dragon NaturallySpeaking verfasst. Normalerweise schaffe ich nicht einmal die Hälfte (oder schiebe solche Aufgaben vor mir her). Wenn ich jetzt noch etwas sicherer im Umgang mit den Befehlen werde, kann ich meine Produktivität sicherlich noch weiter steigern. Somit bin ich nach nur einem halben Tag Arbeit mit dem Programm begeistert und überzeugt. Der Preis von 250 Euro für die Preferred Wireless Edition inkl. drahtlosem USB-Headset erscheint  in diesem Zusammenhang geradezu günstig. Folgerichtig habe ich eine eigene Version sofort bei Amazon bestellt und kann es kaum erwarten, dass das Paket kommt…

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[1] Fahrradfahren gehört nicht dazu. Schreiben im 10-Finger-System sehr wohl.
[2] IHR hätte ich noch nie etwas vorgelesen, aber meinem blöden Rechner, oder wie?
[3] Und ich vergewisserte mich selbstverständlich, dass sie die nächsten sechs bis acht Stunden nicht zurückkehren würde…
[4] Zahnklammern haben, so wurde mir berichtet, eine verheerende Auswirkung auf Spracherkennungssoftware. Ich trug zu diesem Zeitpunkt allerdings keine mehr.
[5] 9,99 Euro. War auch nur dazu gedacht, mal Skype auszuprobieren, und die zwei Mal hat es auch gute Dienste geleistet… ;-)

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Als ich erfuhr, dass ich mich jetzt bis spätestens drei Tage vor der Einreise per Internet bei der amerikanischen Einreisebehörde registrieren muss, um in die USA eingelassen zu werden, habe ich schon laut gerufen: “Die spinnen die Amis!” und festgestellt, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, nach Amerika zu reisen.

Als ich jedoch am Sonnabend die folgende Meldung bei Heise las, beschloss ich endgültig, das ich nicht in ein Land reisen werde, das sich solcher Methoden bedient: Bestätigt: US-Zoll darf Laptops durchsuchen

Sorry, Leute, aber das erinnert mich unwillkürlich an die Methoden, die es jahrzehntelang an der innerdeutschen Grenze gegeben hat. Solche Gesetze haben in meinen Augen nichts mehr mit Vorsicht, mit berechtigter Angst vor Terrorismus oder gar mit Vernunft zu tun. Das ist in meinen Augen nur noch Schikane und ein Amtsschimmel, der in American English wiehert.

Wenn die US-Amerikaner so viel Angst vor mir haben, dann will ich sie weder mit meiner Anwesenheit noch mit meinen Devisen belästigen. Ich bin sehr gespannt, ob sich auch solche Dinge ändern, falls Obama gewählt werden sollte. “Allein, mir fehlt der Glaube!” [1]

Schade eigentlich, ich hätte meiner Tochter gerne das “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” gezeigt.

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[1] Wieder mal ein Zitat aus Geothe’s “Faust”. Die Bibel und der Faust sind ja ein nahezu unerschöpflicher Fundus solcher Phrasen für die deutsche Sprache.

Hammer der Woche

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Ja, wahrlich, das ist ein solcher: ein Hammer. Das ZDF stellt Video-Beiträge dieses Namens in seine Mediathek, und von dort finden Sie natürlich auch schnell den Weg zu YouTube.

Dieser Beitrag hier ist, finde ich, nicht einmal sonderlich spektakulär: Hammer der Woche: Stadt fordert Bauantrag für Würstchengrill. Da wird dem Inhaber eines Döner-Ladens in Jüterbog (liegt südlich von Berlin, auf etwa 1/3 der Strecke zwischen Berlin und Leipzig) das Aufstellen eines mobilen Grills auf dem Bürgersteig vor seinem Geschäft verweigert, ohne dass die Stadt hierfür eine vernünftige Erklärung liefern könnte. Okay, das klingt nach Beamtenwillkür, kann man eine Story draus machen.

Aber das ist gar nicht das Problem. Das Problem ist, dass es zu diesem Beitrag Kommentare gibt, die mich einfach nur sprachlos gemacht haben. Natürlich weiß ich, dass es immer noch Menschen solcher Gesinnung gibt, und dass diese Leute sogar nachwachsen. Trotzdem entsetzt mich offen zur Schau gestellte Ausländerfeindlichkeit immer noch auf das Heftigste.

Dumm geboren und nichts dazu gelernt. Arme Idioten.

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