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Präkognition

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Ich hab’ da eine Theorie… ich glaube, dass ich manchmal, in einem entspannten Zustand, insbesondere schlafend, in der Lage bin, mit einem Teil meines Gehirns Radiowellen zu empfangen, die noch gar nicht gesendet worden sind.

Klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach: manchmal wache ich morgens auf und habe ein Lied im Ohr, das ich schon vor mich hin summe, noch während ich die Beine aus dem Bett schwinge [1]. Und wenn ich dann kurz darauf unter der Dusche stehe, dann läuft exakt dieser Song im Radio [2].

Nein, natürlich spreche ich nicht von irgendwelchen Hits, die dauernd im Radio gespielt werden. Ich spreche von Stücken, die man eben nicht jeden Tag hört. Heute morgen war es ‘State Of Independence’ von Jon & Vangelis von 1981 [3]. Ich wache mit Jon Anderson’s Stimme in meinem Kopf auf, und keine 10 Minuten später trällert er mir aus dem wasserfesten Duschradio entgegen. Und sowas passiert, wie gesagt, nicht dauernd, aber auffallend häufig. Da werde ich mir manchmal selbst unheimlich.

Oh, und wo wir gerade beim Thema Radio sind, da ist mir noch ein weiteres Phänomen aufgefallen. Von Zeit zu Zeit scheinen die MusikredakteurInnen der Sender ja ganz gerne mal ältere Sachen hervorzuholen und unter der Rubrik ‘Lange nicht gehört’ in die Playlist einzufügen. Allerdings scheinen diese Menschen dann von ihrem Fund so begeistert, dass sie solche Fundstücke für einige Zeit täglich spielen lassen. Oder andere MusikredakteurInnen, die für die folgenden Sendungen verantwortlich zeichnen, entdecken das Kleinod ebenfalls, und das betreffende Stück wird sogar mehrmals am Tag eingesetzt. Und nach zwei, drei Tagen nützt es nicht einmal mehr etwas, den Sender zu wechseln, dann läuft das Werk nämlich überall. So eine Art ‘nostalgisches Powerplay’. Der Spuk ist dann nach ein, zwei Wochen wieder vorbei, und der betreffende Song verschwindet – berechtigt oder nicht – wieder für Jahre in der Vergessenheit.

Beide Phänomene tauchen übrigens nur auf, wenn man Radiosender mit einem breitgefächerten Musikprogramm hört. Bei reinen Hot100-Hitsendern wird es sowas natürlich nicht geben. Sie wissen schon – solche Sender, bei denen man dankbar ist, wenn sich der Moderator zu Wort meldet, damit man weiß, dass ein Lied zu Ende ist… Aber das ist vielleicht ein Thema für einen eigenen Beitrag. ;)

———-

[1] Also bildlich gesprochen jetzt… ich bin in einem Alter angelangt, wo der morgendliche Aufstehvorgang in erster Linie durch Klagelaute begleitet wird und man sich nicht richtig strecken mag aus Angst, man könnte sich wieder den Rücken verrenken.

[2] Auch ‘Rundfunkempfänger’. Gerät aus der prä-MP3-Player-Ära, das Musik abgepielt hat, die jemand anders zusammengestellt hat, ohne dass der einem einen Datenträger rüberreichen mußte. Die Übertragung findet mittels… Ach, egal. Voll altes Musikding, weissu?

[3] Kennen *Sie* denn *das*, Frau E.? ;)

905 Tage…

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…sind seit dem 14.03.2005 vergangen. Da darf man sich natürlich fragen, warum es so lange gedauert hat. Was überhaupt der Grund für die Pause war. Und was sich jetzt geändert hat, damit die Pause beendet wurde.

Die ersten zwei Fragen sind schnell beantwortet: ich weiß es gar nicht genau. Die Inspiration fehlte, andere Dinge waren plötzlich wichtiger, in jener Zeit war alles, was es damals zu sagen gab, gesagt worden. Nicht nur von mir – ich habe zur gleichen Zeit auch aufgehört, irgendwelche Blogs zu lesen, weil damals alles irgendwie unspannend, unlustig und damit unverlockend geworden war.

Was jetzt anders ist? Die Lust zu schreiben ist zurück. Okay, die Themen stürmen noch nicht auf mich ein, aber ich bin sicher, das ändert sich, da fehlt nur die Übung. Und auch die Lust zu lesen ist wieder da. Okay, ich habe einige Blogs von meiner Liste gestrichen. Aber die, die übrig sind, die haben schon am ersten Tag wieder Lust gemacht.

Aber, das muss ich ehrlich gestehen, da ist noch etwas anderes. 2005 habe ich eigentlich allen von meinem Weblog erzählt, habe vom Bloggen geschwärmt und es jedem, der fragte (und jenen anderen, die nicht schnell genug laufen konnten…) empfohlen. Das Dilemma war, dass viele auf mich gehört haben (das passiert mir sonst nie). Und als dann jeder zweite sowie mein Nachbar sein Hund ein Weblog hatte, da war für mich die Luft raus. Schreiben schmeckte schal, und vieles von dem, was ich – zum Teil allein aus Pflichtbewußtsein – gelesen habe, ebenso. Es ist einfach blöd, wenn man sich abends von einem Freund verabschiedet, und der sagt: “Mensch, war’n schöner Abend! Ich glaub’, ich schreib’ was drüber, wenn ich nach Hause komme!” Entweder hat mich das dann geärgert, weil ich insgeheim die gleiche Idee gehabt hatte, aber wußte, dass ich erst später zu Hause sein würde, und dann wäre es schon zu spät, oder ich war genervt, weil ich keine Lust hatte von Ereignissen zu lesen, bei denen ich selbst dabei gewesen war, oder ich fragte mich, was an dem zurückliegenden Abend denn so spannend gewesen sein sollte, dass es sich gelohnt hätte, darüber zu schreiben.

Aber das ist jetzt wieder anders. Bloggen ist out. Blogs der ersten Stunde werden geschlossen, auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Einige von denjenigen, die damals mit der ganzen Geschichte angefangen haben, haben keine Lust mehr. Andere, die nicht wirklich etwas zu sagen hatten, haben es eingesehen und aufgegeben (außer mein Nachbar sein Hund – der schreibt weiter). Okay, dafür haben einige Millionen anderer angefangen – mittlerweile sind Weblogs ja ein Massenphänomen, und das statistische Mittel des geistigen Niveaus scheint mir unter den Durchschnittswert der Höchsttemperaturen dieses Sommers gesunken, was ja etwas heißen will.

Tja, und da ist es schon wieder eine Herausforderung, diesen Trends entgegenzuwirken. Zuerst einmal habe ich hiermit ein schon tot geglaubtes Weblog wiederbelebt. Und für das allgemeine geistige Niveau … tja, vielleicht könnte ich dann und wann einfach mal Goethe, Kafka, Hannah Arendt oder meinen Opa zitieren. Das müßte doch schon was bringen… ;)

Es geht also wieder los…

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Ich weiß… das glaubt mir keiner. Aber ich meine das ganz ernst.

Hier geht es weiter: http://www.ichhabdaeinetheorie.de.

Hallo Welt!

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14.3.05 09:17. Das war das Datum des letzten Eintrages im alten Blog bei myblog.de. Wow, das ist lange her.

Ich habe diese Domain hier seit Urzeiten gesichert, und ich wollte hier immer einen ganz eigenes Weblog aufmachen. Naja, der erste Schritt ist getan. WordPress ist installiert und scheint zu laufen, ein Theme das mir gefällt habe ich auch gefunden, und mit den weiteren Möglichkeiten wie Plugins und Widgets werde ich mich nach und nach beschäftigen.

Tja, und nachdem der Rahmen steht, werde ich mich an den Inhalt machen. Sollte ja nicht so schwer sein, sollte man meinen. Schließlich muss ja in den vergangenen zweieinhalb Jahren sehr viel passiert sein. Trotzdem ist das gar nicht so einfach. Ich werde mich ganz langsam wieder eingewöhnen müssen. Aber ich will versuchen, wieder regelmäßig zu schreiben. Ich habe es mir ganz fest vorgenommen!

Krawall-Pasta

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Brutale Nudeln.
Tätliche Teigwaren.
Handgreiflicher Hartweizengries.

Ich bitte die Qualität zu entschuldigen [1], es war schon dunkel und ich hatte nur das Handy dabei.

[hier fehlt das Foto...]

Unnötig zu sagen, dass wir woanders gespeist haben…

—–
[1] Die Qualität des Bildes meine ich natürlich – mit der Qualität des Schildes habe ich nichts zu tun!

Das ist es wert

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Dieser Spaß ist es mir wert, dafür meinen Winterschlaf zu unterbrechen. Im Folgenden zitiere ich wörtlich den Text von Felix Eichhorn, dessen Server unter der Last stöhnt und dessen Traffic ich daher nicht weiter belasten will – daher gibt es erstmal keinen Link.

So sieht sie aus, die “Dietmar Hamann Bridge”:

Die Dietmar-Hamann-Bridge

Die Dietmar-Hamann-Bridge

— ### Beginn Zitat ### —

Engländer ärgern
Geschrieben von Felix am 06.03.2005

Hallo Fußballfans (oder Englandhasser :P),
wir Ihr wisst, entsteht in London die neue Wembley-Arena.

Wer erinnert sich nicht an das glorreiche 1:0 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im letzten Spiel vor dem Abriss des altehrwürigen Wembley-Stadions? (Wie sehr die Engländer diese Niederlage geschmerzt hat, lässt sich übrigens gut in David Beckham “My Side” nachlesen)

Nun ist es an der Zeit, Didi Hamann für seinen Sieg-Freistoß (ca. 25 Meter Entfernung, flach über den nassen Rasen in’s untere linke Eck!) entsprechend zu würdigen: Mittlerweile ist das Wembley-Stadion wieder aufgebaut und zum Stadion führt eine neue Brücke, die noch namenlos ist. Deswegen hat die London Development Agency einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem der Name gewinnt, der am häufigsten genannt wird. Und das ist unsere Chance!

Alle Fans sind aufgerufen, einen Namen vorzuschlagen. Zur Feier des o.g. Tages schlagen wir folgendes vor:

“Dietmar Hamann Bridge”

Wählt diesen Namen auf der folgenden Webseite !!!!

http://www.lda.gov.uk/server.php?show=ConForm.9

und lasst uns die Brücke benennen!

Und der Grund für den Namen:
In tribute to the player who scored the last goal in the old stadium.

So, und hier nochmal alles Schritt für Schritt für die Dummies:

1.) Website aufrufen und bei Name “Dietmar Hamann Bridge” eintragen.

2.) Bei Reason “In tribute to the player who scored the last goal in the old stadium.” eintragen.

3.) Beim Feld e-mail eure Mailaddi rein und wech damit

Alle mitmachen!!! LOS LOS!

-edit- Falls die Page nen Fehler ausspucken sollte, einfach später nochmals probieren.

-2.nd edit- Die Idee stammt nicht von mir. Ich habe sie in nem Forum gesehen und gedacht, dass datt unbedingt weiter verbreitet werden muss, was ja glücklicherweiße zu klappen scheint :D. Also fleißig weiter abstimmen. Unsere Inselfreunde haben ja gerade eh wichtigeres zu tun. Hi @ Königshochzeit etc. . Dietmar Hamann Bridge, wir kommen!

-3.rd edit- Da die Aktion dermaßen gut ankommt, geht so langsam aber sicher mein Webserver down. Ich hab als Konsequenz erstmal die Smilies in den Comments deaktiviert, was hoffentlich etwas mehr Performance bringt. Bin mal gespannt wie lange mein Traffic noch hält :D.

-4.th edit- Wenn der Traffic voll is, mach ich die Page dicht :/ Auf Grafiken deaktivieren und andere Scherze hab ich nämlich keinen Bock. Ganz oder gar nicht is da meine Devise :P.

— ### Ende Zitat ### —

Diese Aktion scheint schon ziemliche Kreise zu ziehen, ich habe eine entsprechende Mail bereits aus verschiedenen Ecken erhalten. Eine dieser Mails spricht von ca. 12.000 Leuten, die bereits für die Dietmar Hamann Brücke gevotet haben… Auch wenn es dann ab 21. März erst einmal eine Liste mit den meistgenannten Namen geben wird, über die dann endgültig abgestimmt werden soll (wo wir natürlich auch wieder mitspielen, oder?) – ich finde diese Idee einfach witzig. Mitmachen!

Ergänzung: die Aktion ist durchaus bemerkt worden, wie dieser Artikel der BBC zeigt!

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Okay, ich gebe zu, ich mache mich rar. Man könnte meinen, ich wäre eigentlich schon weg, aber da hätten Sie sich zu früh gefreut. Trotzdem wollte ich eigentlich noch nicht wieder anfangen, hier Einträge zu hinterlassen. Ich fühle mich zur Zeit einfach so gänzlich uninspiriert. Und ich möchte mich nicht durch die Erschaffung uninspirierter Einträge quälen, nur um damit irgend jemanden hier zu langweilen, zu verschrecken oder gar zu enttäuschen.

Wenn ich allerdings auf eine derart liebenswerte Art und Weise ‘fremd-inspiriert’ werde wie gerade geschehen: “[...] an einen der langsam mal wieder seinen A**** respektive seine Finger bewegen könnte!“, dann kann ich einer solchen Herausforderung natürlich doch nicht widerstehen. Wenn das hier also erwartungsgemäß nichts werden sollte, bedanken Sie sich bitte bei Frau Eriador.

1. Total amount of music files on your computer…

2.821 Titel, die zur Zeit 8.378,6 MB auf der Festplatte belegen. Ich verweise hier auf meine grundsätzlichen Überlegungen zum Thema MP3 und Musikgenuss [1] und füge hinzu, dass ich diesen Vorrat wirklich nur zur Berieselung der Trommelfelle am Arbeitsplatz nutze.
Noch viel wichtiger: ausnahmslos alle diese Titel habe ich zuhause in Form von CDs oder LPs im Schrank stehen; jeder dieser Titel ist mir also mehr wert als “irgendein Gedudel”; wenn ich Letzteres wünsche, höre ich Radio über’s Internet.

Ein guter Teil dieser Sammlung ist zudem auch noch Christmas Pop, siehe Frage 4, Nr. 5…

2. The last CD you bought was…

Ich muss ernsthaft lange überlegen. Ich habe zum Geburtstag und zu Weihnachten CDs bekommen, deren Titel ich aber hier aus Selbstschutzgründen nicht verraten möchte. Selbst gekauft habe ich schon sehr lange nichts mehr… warten Sie mal… doch. Neulich habe ich bei eBay oder Amazon eine CD zu einem absoluten Schnäppchenpreis entdeckt, die ich schon lange wieder haben wollte. Ich sage wieder, denn ich hatte sie damals mal als LP, und dann habe ich sie verliehen. Das war zu der Zeit, als wir selbst versuchten, Musik zu machen. Kurz vor dem Abitur. Ich lieh die CD unserem Gitarristen, und er war schwer begeistert. Unsere eigenen Ambitionen bezüglich der Karriere als Rockgruppe [2] gingen im Abiturstress unter, und ich erinnere mich noch daran, wie wir uns bei der Verabschiedung nach dem Abi noch unterhielten: “Wir sehen uns nach dem Urlaub! Dann machen wir endlich mal wieder einen Proben-Termin ab! Und bitte bring’ mir die LP wieder mit!”

Tja, nach dem Urlaub haben wir uns dann nicht gesehen. Aus irgendwelchen Gründen haben wir es nicht geschafft uns zu verabreden. Und dann sind wir beide aus der damaligen Heimat weggezogen. Wir haben uns seitdem überhaupt nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich hat er meine LP in einen seiner Umzugskartons gepackt. Wahrscheinlich ist sie schon beim ersten Umzug kaputt gegangen, denn er wollte sie nicht mit seinen Platten zusammen transportieren, weil er sie mir ja zurückgeben wollte, sobald wir uns sehen. Also hat er die LP in den Karton mit den Blumenvasen gepackt und ganz groß in rot mit Edding draufgeschrieben “Vorsicht! Zerbrechlich!” [4].

Und dementsprechend wurde der Karton auch vorsichtig behandelt. Er wurde als letzter Karton in den LKW verladen, denn auf einen Karton, auf dem “Vorsicht! Zerbrechlich!” steht, kann man natürlich nichts anderes draufstellen [5]. Also packt man den Karton ganz behutsam oben auf die Seitenteile des Bettes, die sind stabil, relativ breit und stehen dort, ohne das kleinste Bischen zu wackeln. Der Karton mit den Vasen und mit meiner LP stand – man überzeugte sich sicher durch entschlossenes Rütteln – dort absolut sicher. Bis zur ersten Kurve, in welcher er durch Flieh- und murphologische Kräfte in Bewegung geriet, ins Rutschen, das erst durch den Aufprall auf der hervorstehenden Ecke des Schreibtisches gestoppt wurde. Diese Ecke brohrte sich durch die in dieser Situation mit einem Mal erstaunlich dünne Pappwand des Kartons, drang praktisch ungebremst durch das Cover meiner LP und ließ die schwarze Vinylscheibe mit einem häßlichen Geräusch zerbersten.

Natürlich nahm er sich vor, die LP bei nächster Gelegenheit neu zu erstehen, damit er endlich bei mir anrufen könnte, um das geplante Treffen zu vereinbaren, aber dieser hehre Vorsatz geriet durch die üblichen äußeren Einflüsse immer wieder in Vergessenheit. Darum konnte er natürlich auch nicht bei mir anrufen, das wäre ja peinlich gewesen, wenn ich dann nach der LP…

Was?

Oh.

“London 0 Hull 4″. The Housemartins.

3. What is the song you last listened to before reading this message?

Kate Bush’s Interpretation von “Rocket Man” vom Album “Two Rooms – Celebrating The Songs Of Elton John and Bernie Taupin”.

Ich habe ein ganz besonderes Verhältnis zu Elton John, das ich vielleicht einmal an anderer Stelle in aller epischen Breite darlegen könnte. Fest steht, dass meine frühesten Erinnerungen an internationale Popmusik mit Sir Elton verknüpft sind, dass eine meiner ersten LPs eine von diesem Künstler war, dass mich verschiedene Songs von Elton John (Cold As Christmas, I Guess That’s Why They Call It The Blues) durch eine besonders heftige Herzschmerzzeit begleitet und (I’m Still Standing) getröstet haben und dass ich, glaube ich, eine vollständige Sammlung seiner Werke besitze.

Und die erwähnte Interpretation von Kate Bush ist ganz großartig, nebenbei bemerkt.

4. Write down 5 songs you often listen to or that mean a lot to you.

Ach herrje. Wo anfangen, wo aufhören? Warum ausgerechnet fünf? Na, zumindest steht da nicht “mean the most to you” oder sowas – ich muss nur fünf von den vielen möglichen nennen. Also gut:

1 – Diamonds On The Soles Of Her Shoes, Paul Simon
Weil der Text stellenweise abstrakt, abstrus und absurd ist, aber trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb ganz genau passt. Der Rhythmus tut sein Übriges.

2 – Tubular Bells Part I, Mike Oldfield
Weil es eines der inspirierendsten Musikstücke ist, die ich jemals hörte, weil ich mich beim Hören dieses Stückes hervorragend konzentrieren kann, weil ich dabei hervorragend träumen kann, weil es mich jedesmal wieder packt und mitreisst, weil ich seit 25 Jahren nicht genug davon bekommen kann.

3 – Romeo And Juliet, Dire Straits
Auch meine Dire Straits-Sammlung ist vollständig. Auch hier gibt es Songs, die ich mit bestimmten Situationen verbinde. Aber Romeo And Juliet habe ich damals gehört, war fasziniert, habe mir die LP besorgt, habe den Song dreimal gehört und kann seitdem den Text lücken- und fehlerlos auswendig. Das prägt. [6]

4 – I Don’t Like Mondays, The Boomtown Rats
Bevor Bob Geldof den Hungernden in Afrika geholfen und sich damit selbst ein Denkmal gesetzt hat (siehe auch 5), hat er hier eine der schönsten Balladen mit einer unvergesslichen Melodie, mit einem coolen Text und einem universell zutreffenden Titel hingehauen, da kann man sich nur in Ehrfurcht verneigen. Und den Song zum Anfang jeder Woche vor sich hinsummen.

5 – Do They Know It’s Christmas, Band Aid
Damit fing alles an. Ich bin – hatte ich das schon einmal erwähnt? – bekennender Sammler von Christmas Pop. Seit ich 1984 die Maxi von diesem Song in den Händen hielt, habe ich alles zusammengerafft, was mir an Weihnachtspop in die Hände fiel. Und ich habe noch viel mehr geschenkt bekommen. Noch heute, 21 Jahre später, ist kein Geburtstag vollständig, wenn es nicht zumindest eine Weihnachts-CD gibt. Wenn es mir wirklich schlecht geht, höre ich – egal zu welcher Jahres- oder Tageszeit – Weihnachts-Pop, in jedem Jahr beginne ich bereits ab Oktober mit der vornehmlichen Beschallung durch diese Art von Musik. Ich stehe dazu.

5. Who are you going to pass this stick to (3 persons) and why?

Na klasse. Ehrlich, ich habe keine Ahnung. Okay, zum einen natürlich an den Coastbuster – auf dessen Antworten bin ich schon schwer gespannt.

Und wen noch? Wie wäre es mit Sonrisa? Ich gestehe, dass es mir manchmal schwer fällt, seinen Gedankengängen zu folgen, aber ich bin dennoch immer wieder amüsiert, fasziniert und informiert. Ich bin sicher, dass man auch in der Traumzeit nicht nur mexikanische Folklore hört…

Oh ja – und weil ich gerne wüßte, welche Art Musik geeky ist und was man so auf dem iRiver hört, geht ein stick an den Hildi – ich bin gespannt!

So, werteste Frau Eriador – habe ich Sie damit befrie… äh, ihre Wünsche damit erfüllt? ;-)

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[1] Über die Wertschätzung von Musik in Relation zum gewählten Medium (oder so ähnlich…)

[2] Ja, ehrlich. Damals hieß das weder Super- noch Popstar; wir haben eigentlich gar nicht daran gedacht, unbedingt ein “Star” [3] werden zu wollen. Wir wollten nur gemeinsam guten, ehrlichen Rock ‘n Roll machen. Wie sich die Zeiten doch geändert haben…

[3] Irgendwie hatte der Begriff “Star” damals einen komischen Beigeschmack. Es gab da so eine komische Serie von LPs – ich glaube, sie kam von dem großartigen Label “K-Tel” mit diesem lustigen Huhn in der Fernsehwerbung – die in einem sehr blumig-seventies-mässigen Design unter dem Titel “Schlager-Stars” vertrieben wurde und von denen meine Eltern eine ganze Menge im Phonoschrank stehen hatten. Diese Platten waren für mich damals der Innbegriff von Spießigkeit und schlechtem Geschmack, so dass der Begriff “[Irgendwas]-Star” für mich eher negativ belegt ist. Was wiederum beweist: sooo sehr haben sich die Zeiten scheinbar doch nicht geändert – der Begriff “Star” bedeutet auch heute noch nichts Gutes.

[4] Auf den Karton, nicht auf die LP. War klar, oder?

[5] Außer natürlich, man heißt Rupert und möchte sich von einem Peer Augustinski-Verschnitt (oder ist das etwas Peer Augustinski?) anschreien lassen.

[6] Auch jene Nachbarn, die das Glück hatten, am gleichen Badezimmerentlüftungsschacht zu wohnen wie ich, und die sich aufgrund dieser Tatsache entsprechend häufig der Beschallung durch die Intonation dieses Songs unter der morgendlichen Dusche ausgesetzt sahen. Bei dieser Gelegenheit: Sorry, Leute!

Na klasse…

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Die Kommentar-Spammer haben myblog.de entdeckt. Innerhalb von 3 Minuten hatte ich über 140 neue Kommentare, die auf irgendwelche ganz tollen Websites hinweisen.

Ich habe den Versuch, sie manuell zu löschen, wieder aufgegeben; das artet in eine echte Sissiphos-Arbeit aus.

Vielleicht wäre das der Zeitpunkt, myblog.de den Rücken zu kehren, aber auf meinem Server ist noch nichts eingerichtet [1] – große Pläne habe ich, klar, aber keine Zeit, sie umzusetzen.

Alle müßt Ihr und muss ich erstmal mit den Spam-Kommentaren leben. Und mit den Gästebucheinträgen, und mit den “Mails einer Leserin/eines Lesers”, die auch von den Spammern stammen.

Ich werde wohl auch nicht feststellen können, ob wirklich echte neue Kommentare geschrieben werden, weil ich ab sofort die Benachrichtigungsmails gnadenlos und ungelesen löschen werde, weil sich echte von gespammten nicht unterscheiden lassen. Also, wer wirklich etwas von mir möchte, nutze bitte die direkte eMail-Möglichkeit über “Kontakt”…

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[1] Ich komme wg. akuter Überarbeitung ja noch nicht einmal dazu, die Blogs auf meiner Blogroll zu lesen oder – folgerichtig – irgendwo mal wieder zu kommentieren, geschweige denn selbst mal wieder was zu schreiben. Und schon gar nicht dazu, mit der vorgesehenen Weblog-Software zu experimentieren und sie mir einzurichten.
Entschuldigung an jene, die vielleicht womöglich darauf warten…

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Ich hatte es ja schon selbst befürchtet: nachdem ich mir einmal erlaubt habe, die sieben Fragen alle sieben Tage auszulassen, fiel es mir viel leichter, es ein weiteres Mal zu tun. Die letzten Fragen fand ich einfach langweilig. Mir fielen keine Antworten ein. Ich hatte keine Lust.

Aber heute spiele ich gern einmal wieder mit.

Angeblich konsumieren die Deutschen zunehmend weniger Bücher ? Wir beweisen das Gegenteil:

  1. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen?
    “The Bear And The Dragon” von Tom Clancy. Sagt was ihr wollt, ich mag Clancy´s Bücher. Ich habe jedes einzelne verschlungen. Mit dem hier Erwähnten allerdings tue ich mich etwas schwer, da mir die Muße zum Lesen fehlt. Ich komme immer nur stückweise weiter. Aber ich werde mich trotzdem durchbeißen.
  2. Warum hast Du das Buch gelesen?
    Siehe oben: ich mag die Bücher von Tom Clancy. Ich mag, nebenbei bemerkt, Tom Clancy selbst nun so überhaupt nicht, aber die Bücher sind allesamt klasse.
  3. Welches Buch hast Du angefangen und nie zuende gelesen?
    “Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley. Habe ich drei oder vier Mal versucht, bin aber immer wieder innerhalb der ersten hundert Seiten ausgestiegen. Ich glaube, das liegt an der verwirrenden Vielzahl der Personen, an der Art, in der Mrs. Zimmer Bradley schreibt und an der mir unzugänglichen Sichtweise auf eine Geschichte, die mich eigentlich immer sehr fasziniert hat.
  4. Klassik, Krimi, Fantasy ? Welches Genre bevorzugst Du?
    Fantasy als allererstes. Tolkien, klar, Stephen R. Donaldson, Philip Pullman. Ich liebe es, mich zur Entspannung aus der kargen Realität in die magische Fantasy-Welt flüchten zu können. Wobei ich, siehe oben, nichts gegen eine guten Thriller habe – Clancy, Forsyth, Brown lese ich auch sehr gern.
  5. Welche Bedeutungen haben Werke von Goethe und Schiller für Dich?
    Ich mag Schillers Balladen. Seinen Dramen allerdings bin ich nie besonders nah gekommen. Goethe ist für mich so etwas wie ein Idol. Seine (Lebens-) Philosophie, seine Algemein- und sonstige Bildung, seine vielfältigen Interessen und Talente… Ich habe den Faust verschlungen wie einen Groschenroman, und sein “Prometheus” ist für mich so etwas wie eine Lebensleitlinie. *Mein* Gedicht.
  6. Was liest Du in einem Buch zuerst? Erste oder letzte Seite?
    Erste. Das Ende zuerst zu lesen ist… fast schon ein Schwerverbrechen. Ein Verrat am Autor. Geht gar nicht.
  7. Was ist Dein bevorzugter Platz an den Du Dich zum Lesen zurückziehst?
    In meinen Lieblingsrattansessel (mit Rattanfußhocker) ins Wohnzimmer. Da ist es hell, da ist es warm, da ist es großartig gemütlich. Im Sommer gibt es natürlich die Alternative der Liege im Garten, bevorzugt unter der Korkenzieherweide am Teich.

Wißt Ihr was…

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…Ihr Mac-ianer, iTune-isten und iPod-nesen: Ihr geht mir mit Eurem (schon lange nicht mehr) komischen und für mich nicht nachvollziehbaren Rumgehype mittlerweile einfach nur noch tierisch auf den Senkel.

Geht gar nicht.

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