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Da amüsiere ich mich gerade über das, was Industrial Technology & Witchcraft heute im Netz gefunden hat, sehe mich auf der dort verlinkten Seite noch etwas um, amüsiere mich ein wenig mehr und finde dann dies:

Am 30. Juli 2004 ist
International System Administrator Appreciation Day!

Unbedingt vormerken und gebührend feiern!

Und wiewohl ich mich soeben noch abfällig über das Preisbloxen der Zeit äußerte, so gestehe ich: hier freue auch ich mich über Nominierungen, hier mache ich gern mit, und hier würde ich gern gewinnen.

Und da es auch für die Nominierenden tolle Preise zu gewinnen gibt – einen Robosapien [1], ein Swiss Memory USB Messer, ein Luke Skywalker Lichtschwert und ein USB Mini Desktop Aquarium – gehet hin und nominiert:

Name of the nominee:

Jan Steenbuck

Type of sysadmin the nominee is:

Generic Sysadmin

Nominee´s Location (City, State, Country):

Flensburg, Schleswig-Holstein, Germany

Tell us why this person should win our Syadmin Pageant (max 1500 characters!):

(Denkt Euch doch was Nettes aus! Und wenn ihr Lust habt, schreibt es in die Kommentare. Oder in den eigenen Blog. Oder per Mail. Oder wie auch immer.)

Danke! ;-)

—–

[1] Was das ist, konnte ich leider auch nicht herausfinden. Aber es ist $100 wert UND kommt von ThinkGeek, also muss es etwas ganz tolles sein!

Das Diebold Dilemma

Der Heise Ticker berichtet heute über die Klage, die zwei Internetaktivisten gegen die Firma Diebold angestrengt haben. Diebold Election Systems hat die Wahlmaschinen gebaut und an den Staat Kalifornien geliefert, die schon mehrfach erregte Diskussionen ausgelöst haben.

Passend dazu hat Rand Careaga ein paar sehr schöne Werbeplakate gestaltet, die die Diebold [1] Corporation allerdings weniger erfreuen dürften… – unbedingt ansehen!

—–

[1] «g» Stotterer am morgen…

Vi@gRa

Und ich wundere mich die ganze Zeit, wie trotz selbstlernendem Spam Assassin immer wieder Mails in meinen Mailboxen landen, die mir die Vorzüge von Potenzverstärkern anpreisen und mir unwiderstehliche Kaufangebote für selbige machen.

Nur um das bei der Gelegenheit mal klarzustellen: diese Dinger sind absolut unnötig. Ich brauche die nicht. Und wenn ich sie irgendwann einmal brauchen sollte, frage ich von mir aus danach und erstehe sie bei einem Händler meines Vertrauens. Aber ganz sicher nicht aufgrund von Spam-Mails. Danke.

Wie auch immer: beim flüchtigen Durchblättern der c´t stieß ich auf die Antwort zu eingangs erwähnter Frage:

There are 1,300,925,111,156,286,160,896 ways [1] to spell “Viagra”. Hm, vielleicht sollte ich mal anfangen, die Mails zu sammeln, um zu sehen, auf wie viele Schreibweisen ich so komme. Könnte eine Lebensaufgabe werden.

Lieber nicht.

—–

[1] Ich weiß, in der c`t 15/04, Seite 152 steht eine andere Zahl. Aber es gab auf der verlinkten Website ein Update.

Ich hab da eine Theorie: das Preisbloggen der Zeit ist der Versuch, Weblogs ad absurdum zu führen. Es gab ja in der letzten Zeit schon verschiedentlich nicht so ganz nachvollziehbare Artikel zu Weblogs und dem angeblichen Totalausfall in Deutschland (hier, hier und auch hier [1]). Angemessene Entgegnungen finden sich unter anderem hier und hier.

Weil aber die Argumentation der schreibenden Zunft irgendwie auf wackeligen Beinen steht, hat die “Zeit” das Preisbloggen erfunden. Da durfte dann lustig vor sich hin nominiert werden. Jeder hat jeden nominiert, antville.org- und blogger.de-Nutzer nominierten sich gegenseitig, und 20six.de- und myblog.de-Nutzer nominierten sich vorzugs- und haufenweise selbst. Drei Kategorien hatte man eingerichtet: Erzählen, Design und Fachblog, und nach der Nominierungsphase hat man jetzt je Kategorie die zehn am häufigsten nominierten Weblogs zusammengestellt, aus denen jetzt jeder für seinen Favouriten stimmen darf [2].

Okay, die Nominierungen im Bereich “Erzählen” kann ich entweder nicht beurteilen, weil ich sie nicht kenne, oder ich kann die Nominierung in Grenzen nachvollziehen. Aber in der Kategorie “Design”… ganz ehrlich, das ist doch ausgemachter Blödsinn. Sorry, aber ich kann nicht bei einem einzigen der nominierten Weblog so etwas wie herausragendes Design erkennen. Einige sind vielleicht noch ganz nett gemacht, aber nicht wirklich aufregend oder gar innovativ. Und einige gehören, mit Verlaub gesagt, nicht in die Liste, sondern sind designmäßig eine Katastrophe. Da springen die Stylesheets, da beleidigen die Farben, da zerquetschen die Tabellen die Texte. In der Kategorie “Fachblog” finden sich einige gute Beispiele, die dort auch hingehören. Aber auch hier gibt es Ausreisser, die manche armen Menschen schon schwer durcheinander bringen können.

Und so rechne ich damit, dass die Jury kopfschüttelnd und schulterzuckend irgendwelche Weblogs prämieren wird, und dass sich die Journaille danach darüber auslassen wird, der Verdacht habe sich bestätigt: die deutsche Blogoshäre befinde sich tatsächlich in einem desolaten Zustand.

Q.E.D. [3].

—–

[1] Bei letzterem Artikel finde ich besonders die “Infobox” sehr niedlich.

[2] Ich fand die Idee am Anfang ja ganz interessant und habe meine Lieblingsblogs jeder Kategorie nominiert. Unnötig zu sagen, dass ich jetzt allerdings so ernüchtert bin, dass ich mich weigere, diesen Unsinn weiterhin zu unterstützen und abzustimmen. Nix da!

[3] Poser-Latein würde mein jüngerer Bruder das wohl nennen; “quod erat demonstrandum” = was zu beweisen war.

Obiges ist der Lieblingssatz einer Dreizehnjährigen.

Ihr Lieblingsbuchstabe ist jedenfalls eindeutig das “Ü”. «eg» Und ich brauche einen Übersetzer.

Übrigens: von Fragen, wie ich auf dieses Weblog gestoßen bin und ausgerechnet diesen Satz gefunden habe, bitte ich abzusehen.

Blogzählung

Ich bin für solche Art von Spaß ja immer zu haben: Moe macht eine Blogzählung.

Sibylle war die einundzwanzig, dann behaupte ich mal,

Nr. 22

zu sein.

Die nächste freie Nummer sollte sich über die Kommentare bei Moe finden lassen, denn die Spielregeln, soweit ich sie verstanden habe, lauten: durchzählen, einen Link zum vorhergehenden Blog hinterlassen und natürlich am Besten auch bei Moe einen Kommentar.

Lydia schreibt gerade:

[wach]

Erwach-sen werden.

Stimme ich zu. Jeden Morgen. Die Strategie der kleinen Schritte:

Erwachsen werden. Alles andere später.

Und zum Wach werden hat dekaf heute genau das richtige gefunden: www.coffeegeek.com, insbesondere der mir noch unbekannte ´Shot In The Dark´.

So, und jetzt geh´ ich nach Hause und übe, meinen Kaffee selbst zu rösten.

Auch wenn ich eigentlich gesagt hatte, ich wollte die freitäglichen sieben Fragen von Cult7 regelmäßig und immer beantworten – letzte Woche hatte ich weder sonderlich viel Lust, noch konnte ich irgend etwas mit den Fragen anfangen. Also habe ich jetzt ein Loch in der Reihe. Macht auch nichts. Aber heute werde ich dann mal wieder mitmachen.

Kein Mensch behandelt ein Auto so dumm wie einen anderen Menschen. (Bertrand Russell)

Sieben Fragen zur Mobilität und zum Auto.

  1. Welches ist derzeit Dein bevorzugtes Verkehrsmittel?
    Mein Auto, in jedem Fall. Zur Zeit fahre ich aber bei schömen Wetter mit wachsender Begeisterung auch wieder Fahrrad. Aber das wirklich mehr zum Spaß, zur Erholung, zum Ausgleich; wenn ich etwas erledigen muss, ist das meist entweder mit nicht-Fahrrad-tauglicher Kleidung (Anzug) oder mit einer nicht-Fahrrad-kompatiblen Menge an zu transportierenden Gütern verbunden.
  2. Welches Ereignis ist Dir mit diesem Verkehrsmittel am stärksten in Erinnerung geblieben?
    Hmmm… der Skiurlaub in der Schweiz vielleicht, wo ich mit Winterreifen und Schneeketten so richtig Spaß daran hatte, die Alpen hoch- und ruterzukraxeln. Ich liebe es, wirklich lange Strecken mit dem Auto zu fahren, das ist für mich Entspannung pur.
  3. Mit welchem Verkehrsmittel wirst Du Dich nie (wieder) bewegen?
    Pragmatischerweise bewege ich mich mit dem fort, was sich anbietet. Es gibt kein Verkehrsmittel, das ich rundheraus ablehne. Ich vermeide allerdings Bahnfahrten, wann immer ich kann, und ich würde mich heute wohl auch nicht mehr überwuinden können, mal eben für´s Wochenende mit Rainbow Tours im Bus nach Paris zu fahrenn. Man wird eben doch alt…
  4. Lieber öffentliche Verkehrsmittel oder eigenes Auto?
    Immer lieber das eigene Auto. Ich weiß, ich weiß, Energieverschwendung, Umweltschutz und alles – aber wie ich schon sagte, Autofahren ist für mich Entspannung. Und ich liebe dieses Gefühl der Unabhängigkeit, wenn ich hinfahren kann, wann immer und wo immer ich möchte, und wenn meine Verspätungen hausgemacht sind.
  5. Welches Auto aus einem Film wäre Dein bevorzugtes Vehikel?
    Der Aston Martin DB5 von James Bond aus “Goldfinger”. Der hat mich von der ersten Sekunde fasziniert, und ich habe noch heute das Gorgi-Toys Modellauto dieses Wagens, mit dem Schleudersitz und den MGs.
  6. Wenn Dein Auto ein Namen hätte/hat: Welcher wäre/ist das?
    Ausser meinem Computer, der für die Netzwerkanmeldung ja nun irgendwie heissen muss, gebe ich Dingen keinen Namen. Ich habe nie verstanden, warum manche Leute das tun. Namen für das Auto, für das Fahrrad, für den Toaster – fehlen dann noch Namen für die elektrische Zahnbürste und für die Lieblingsglühbirne. Und wenn letztere dann mal wieder durchbrennt, ist das wie der Tod eines Familienangehörigen, oder was? Eine Kollegin sieht das anders. Ihr Golf Cabrio (diese Fahrzeuge, die allgemein auch als “Erdbeerkörbchen” bekannt sind) heißt Leonardo. Leonardo das Cabrio. Macht wenigstens Sinn.
  7. Das erste Auto im Leben vergißt man ebensowenig wie die erste Frau (Stirling Moss).
    Ja. WEahrscheinlich. Mag sein. Ich zumindest erinnere mich an sowohl das eine (VW Polo I, ferrarirot, 34 PS) als auch an die andere (wobei ich hier weder den Namen noch die technischen Daten verraten werde).

Danke, ARGH…

Danke. Das passt.

Preisbloggen: Keine Zeit!

Preisbloggen: Keine Zeit!


Und «argh!» passt irgendwie auch… ;-)

In den USA gibt es ja bekannterweise die sogenannte Produkthaftung. Unternehmen sind für Schäden, die aus dem Gebrauch ihrer Produkte entstehen, haftbar. Die absonderlichen Blüten, die dieses Gesetz bisweilen treibt, sind ja immer wieder Anlass zum Schmunzeln, man denke nur an die Stella-Liebeck-Awards [1] und die (wahre) Geschichte der Namenspatronin, an die Klagen von Rauchern gegen die Zigarettenindustrie oder jetzt von Dicken gegen McDonalds (auch leider wahr), an die Geschichte mit der Dame, dem Pudel und der Mikrowelle (schön erfunden) oder an die Klage gegen Audi (leider zutreffend). Den Fällen gemeinsam ist, dass sich die Kläger darauf berufen, sie wären nicht ausdrücklich vor den Gefahren der Anwendung des verwendeten Produktes hingewiesen worden. Niemand hätte ihnen ausdrücklich und im Vorhinein verboten zu tun, was sie taten.

Mit den Urteilen zur Produkthaftung haben die Gerichte in den USA ein Mittel gefunden, ihre Verbraucher vor sich selbst zu schützen. Niemand muss sich mehr Gedanken über sein Handeln machen, egal wie unlogisch, gedankenlos oder aber schlicht dämlich die Tat ist. Wenn irgend etwas schief geht, dann kann man ja immer noch den Hersteller des verwendeten Produktes verklagen und damit die Verantwortung für Katastrophen jederzeit auf jemand anderen schieben.

Und weil die Israelis ganz viel von den Amerikanern halten und umgekehrt, finden die Israelis dies Prinzip auch ganz klasse. Deshalb schiebt der Herr Scharon die Schuld für palestinensische Anschläge jetzt auf den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, weil der gesagt hat, dass die israelische Grenzmauer in ihrer jetzigen Form gegen das Völkerrecht verstößt. Der Fehler ist wahrscheinlich, wie in den oben angesprochenen amerikanischen Beispielfällen, dass das Völkerrecht nicht von vornherein die Errichtung von monströsen Sperranlagen in menschenverachtender Weise verbietet. Wie gedankenlos aber auch.

—–

[1] Da google ich nach “Stella-Liebeck-Preis”, und was finde ich? Jede Menge Weblogs, natürlich. War irgendwie klar…

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